TV-Sendungen, in denen Menschen Einblick in ihr Heim gewähren, sind sehr beliebt. Ob es nun um Wohnungen geht, die dringend renoviert werden müssen, um die Herausforderung mit wenig Geld schöner zu wohnen oder um Super-Heimwerker die Hobby-Bastlern helfen: Wir schauen gerne in die Wohnung von anderen Leuten. Aber wie sieht es mit Wohnwagen aus? Fragen Sie sich auch manchmal wie andere Urlauber ihren Wohnwagen eingerichtet haben? Wir schon! Darum werfen wir regelmäßig einen Blick in einen Wohnwagen.

Besitzer des Wohnwagens: Mareike (32) und Fabian (31) mit Elise (4) und Clara (5) und Baby
Camper seit: 2017
Wohnwagenmodell: Knaus Südwind 1996

 

Erzählen Sie etwas über sich selbst und eventuell Partner/Kinder. 

"Wir sind beide gelernte BWLer und arbeiten in unterschiedlichen Unternehmen in der Beschaffung. 2016 haben wir ein Haus gebaut (am Niederrhein, zwischen Düsseldorf und den Niederlanden) und obwohl wir uns auch zuhause sehr wohl fühlen, fahren wir, sobald wir können gerne mit unserem Wohnwagen los. Unsere Kinder lieben es auf dem Campingplatz “frei” zu sein. Was ist bei uns anders? Wahrscheinlich, dass die Frau den Wohnwagen fährt und der Mann der Beifahrer ist."

Erzählen Sie etwas über den Ankauf dieses Wohnwagens. 

"Das war ganz lustig. Mein Mann war bis 2017 noch nie beim Camping gewesen (einmal waren wir für eine Woche Zelten in Holland). Auf einmal kam er von der Arbeit und erzählte mir, dass er einen Wohnwagen gekauft hatte. Ganz naiv, ohne zu wissen, auf was man achten muss. Ich selbst bin immer schon mit meinen Eltern oder Großeltern campen gewesen und ich war wirklich schockiert. Aber es gab kein Zurück. Der Vertrag war unterschrieben und so war ich sehr gespannt, was auf mich wartete. Mein Mann konnte mir nichts sagen, ob der Wohnwagen Schäden hatte. Wir fuhren also ein Wochenende später los und holten den Wohnwagen ab. Er roch okay und ich sah direkt, dass er von Innen zwar ganz okay war, das er aber nicht mein Stil war. Einen Hagelschaden hatte er auch (was bei dem Alter aber normal ist). Wir hängten Ihn an. Die Kinder waren begeistert."

Wie ist die Idee, den Wohnwagen zu pimpen, entstanden?

"Als ich den Wohnwagen sah, stand es für mich stand sofort fest. Er war dunkel und alt. So wollte ich damit nicht losziehen. Mein Mann wollte allerdings nicht, dass ich Hand daran anlege. Bis zu dem Zeitpunkt als wir eines Tages bei meiner Mutter waren und sie meinem Mann erzählte, dass der Wohnzimmerschrank auch lackiert habe. Er wollte es nicht glauben und sagte mir: “Wenn du das so hinbekommst, dann darfst du den Wohnwagen lackieren."

Wie ist die Umbauphase verlaufen?

"Es wurde schnell Herbst und der nächste Urlaub stand an. Für mich war klar, dass der Wohnwagen vorher schön sein muss und so verbrachte ich 3 Wochen lang jede freie Minute (bei 2 kleinen Kindern) im Wohnwagen. Das war im Spätsommer 2017. Ich baute alle Türen und Klappen aus, lackierte diese in der Garage. Den restlichen Innenraum sprühte ich mit einer Farbpistole. Die Farbpistole, war aber keine gute Idee. Ich selbst war auf einmal komplett weiß. Somit schwenkte ich doch um und rollte ebenso den kompletten Innenraum.Inspiration holte ich mir auf Pinterest und Instagram. Es war eine spannende, schweißtreibende Zeit. Alles wurde weiß gestrichen. Die Tische und der Kühlschrank foliert, der Boden mit einem Teppich ausgelegt. Eigene DIY Griffe aus Leder hergestellt und montiert und schlussendlich verschiedene Deko angebracht. Zum Schluss habe ich auch alle Vorhänge neu genäht."

Hat Ihr Wohnwagen einen Kosenamen?

"Unsere kleinste Tochter machte aus dem Namen Knaus immer Klaus und somit war es beschlossene Sache. Unser Zuhause Wohnwagen Klaus war geboren."

Worauf sind Sie besonders stolz?

"Auf meine DIY Griffe und die Selbstgenähten Vorhänge."

Bekommen Sie viele Reaktionen, wenn Sie mit dem Wohnwagen unterwegs sind?

"Von den Leuten, die Klaus von Innen kennen, bekamen wir immer viel positives Feedback. Von Außen haben wir nichts gemacht. Dort war er unser altes Schätzchen, mit einem schönen Inneren."

Und jetzt, wie geht es mit Klaus weiter? Was haben Sie für die Zukunft geplant?

"Da wir bald unseren dritten kleinen Minicamper erwarten wurde Klaus zu klein. Wir haben uns deswegen einen anderen Wohnwagen bestellt. Lange haben wir überlegt, ob wir wieder einen alten Wohnwagen pimpen wollen, aber das Preis- Leistungsverhältnis aktuell auf dem Markt ist schwierig und somit haben wir uns einen neuen Wohnwagen mit dreistöckiges Bett gekauft. Wir sind dankbar, dass wir mit Klaus viele tolle Urlaube erleben durften und hoffen, dass er seiner neuen Familie viel Freude bereitet."

Haben Sie Ihren Wohnwagen oder Ihr Wohnmobil auch umgebaut, bemalt oder möchten eine andere besondere Geschichte über Ihren Wohnwagen, Ihr Wohnmobil oder Zelt mit uns teilen? Schicken Sie uns dann eine Mail an [email protected] und vielleicht kommt Ihre Geschichte dann auf unsere Webseite.