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Campingurlaub machen: früher und heute

Mittwoch, 18 März 2015

Sie können es sich mit allem Luxus von heute kaum noch vorstellen, aber Camping machen vor 30, 35 Jahren, als ich selbst noch ein Kind war, ging doch schon etwas anders her. Ein erster Unterschied ist schon die Vorbereitung.


Campingführer gegenüber Internet

Damals wählten meine Eltern einen Campingplatz anhand eines Campingführers aus und fuhren dann auf gut Glück los. Ich erinnere mich an ein Mal, dass wir nach einer langen Fahrt in Luxemburg ankamen und überall auf dem Gelände das Gras kniehoch stand. Wir mussten zuerst unseren eigenen Stellplatz mähen, bevor wir überhaupt aufbauen konnten. Alles war dort so schmuddelig, igitt. Mein Vater kuppelte den Wohnwagen ab und wir gingen auf der Suche nach einem anderen Campingplatz in der Nähe. Und dann mussten wir spät am Abend noch alles aufbauen, sonst könnten wir nicht schlafen, denn mein Bruder und ich schliefen im Vorzelt. Wie anders es heute ist. Jetzt suchen die meisten Leute zuerst endlos im Internet für den perfekten Campingplatz und die Bewertungen sollten dann auch mindestens 'gut' sein.


Auf dem Weg zum Campingplatz

Tom Toms oder andere Navigationssysteme gab es damals noch nicht. In die falsche Richtung fahren ist heutzutage kein Thema mehr. Früher kannten Menschen den Weg besser. Das spüre ich auch bei Freunden. Sie verlassen sich so auf ihr Navigationssystem, aber haben aber oft wirklich keine Ahnung, wo sie sich befinden. Während mein Bruder und ich hinten “Ich sehe, ich sehe, was du nicht siehst” spielten, suchte meine Mutter vorne mit offengefalteten Karten den richtigen Weg zum Campingplatz. Um Streiterei zwischen uns zu vermeiden, stand die Kühlbox strategisch zwischen meinem Bruder und mir. DVD-Kopfstützen, Nintendo DS oder iPod? Davon hatten wir noch nie gehört!


Mit acht Mann in einem Drei-Personen-Wohnwagen

Campingurlaub wurden in den siebziger Jahren oft in einem Zelt oder Faltwagen verbracht. Wir hatten einen kleinen Wohnwagen, der anfangs durch unseren Datsun und später einen Simca fortgezogen wurde. Fast immer ging es nach Deutschland in den Urlaub. Meine Eltern besaßen einen Drei-Personen-Wohnwagen. Da saßen wir am Abend und spielten wir Karten zu acht. Meine Eltern und meine Tante und mein Onkel mit zwischen ihnen unserem kleinen Vetter an der einen Seite und mein Bruder und ich auf der anderen Seite und mein Vetter auf einem Stuhl im Mittelgang. Als wir nachts zur Toilette mussten, machten wir das auf einem Eimer im Vorzelt. Kohlen wurden mit der Pumpe unserer Luftmatratzen endlos erwärmt und dann aßen wir ein Hähnchen am Spieß. Am Abend spielten wir ein Spiel, und wenn es heiß war und wir standen im Stau, ja, dann schwitzten wir halt…


Mehr Platz für weniger Menschen

Camping machen ist heute ganz anders. Der Wohnwagen ist vorzugsweise mit allen Komfort versehen, wie ein Wasserkocher, Klimaanlage, Mover, Toilette und einem Festbett (mit Federkernmatratze). Wir selbst fahren zu zweit in Urlaub mit einem Vier-Personen-Wohnwagen mit Toilette an Bord. Der Gasgrill ist sofort warm, wir haben eine Klimaanlage im Auto. Und den Abend verbringen wir mit Fernsehen oder den iPad.

Ob es damals besser war als jetzt? Keine Ahnung. Wir fuhren oft nicht weit weg. Luxus gab es eigentlich nicht. Genießen war viel wichtiger. Aber ich kann sicherlich zurückblicken auf tolle Ferien mit unserer Familie. Ich sehe meinen Vater noch sitzen, auf seinem Unica-Klappstuhl und selbstverständlich auf seinem Angelstühlchen! Aber jetzt bin ich doch sehr froh mit meiner eigenen Toilette und Klimaanlage im Auto. Damals war es wirklich toll, aber ich brauche nicht zurück in die Zeit zu gehen!

Was erinnern Sie sich vom Campingurlaub in den siebziger, Anfang achtziger Jahren oder von noch viel länger her? Wir hören es gerne und unsere Leser zweifellos auch!

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