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Warum ein Gasdruckregler an der Gasflasche?

Donnerstag, 11 Januar 2018

Haben Sie vor, eine Gasheizung oder einen Gasgrill zu kaufen? Dann ist es wichtig zu wissen, dass Sie immer einen Gasdruckregler benötigen. Fragen Sie sich warum das so ist und welche Art von Druckregler Sie brauchen? Wir erklären Ihnen gerne, wie es funktioniert und worauf Sie achten müssen.



Was macht ein Gasdruckregler?

Der Gasdruck in einer Gasflasche wird durch die Temperatur bestimmt. Standardmäßig hat eine Gasflasche einen Druck von 4 Bar bei 0 Grad. Das kann sich erhöhen bis zu 10 Bar bei 30 bis 35 Grad Celsius. Diesem enorm hohen Druck kann kaum ein Apparat standhalten. Gängige Camping-Apparate, wie Kochgeräte, Gasheizungen oder Gasgrills sind in Deutschland für einen Gasdruck von 50 Millibar (1 Bar ist 1000 Millibar) ausgelegt. Damit stellt Deutschland eine Ausnahme in Europa dar. In den meisten anderen Ländern haben diese Apparate einen Betriebsdruck von 30 mbar. Ein Druckregler reduziert den Druck in der Gasflasche und regelt einen konstanten Druck von 30 oder 50 mbar. So können Sie die gewünschten Apparate an die Gasflasche anschließen.


Wie funktioniert ein Gasdruckregler?

Das Gas aus der Gasflasche strömt durch die kleine Öffnung des Druckreglers und dadurch reduziert sich der Druck. Ein spezieller Gummiring – die Membran – sorgt dafür, dass der Druck konstant bleibt. Nimmt der Gasdruck zu oder ab, bewegt die Membran mit, sodass der Gasfluss und damit der druck gleichbleibt.


Wie weiß ich, welchen Gasdruckregler ich brauche?

Das ist abhängig von dem Apparat, den Sie an Ihre Gasflasche anschließen möchten. Wie bereits erwähnt, haben in Deutschland die meisten Geräte, wie Grills oder Kochgeräte einen Betriebsdruck von 50mbar. Diese Angaben finden Sie auf der Verpackung oder auf dem Produkt selbst. In anderen Europäischen Ländern haben dieselben Geräte meistens einen Betriebsdruck von 30mbar. Achten Sie also gut darauf, wieviel Druck Ihr Gerät benötigt. Kaufen Sie bei uns online ein Produkt, finden Sie die Angaben über den Betriebsdruck deutlich in den Produkteigenschaften. Es ist gefährlich, einen 30 mbar Grill mit einem 50 mbar Druckregler zu betreiben, da der Grill dadurch überhitzen kann.


Wann muss ein Druckregler ersetzt werden?

In Deutschland muss eine Gasprüfung nach der europäischen Norm EN 1949 und EN 12864/13786 erfolgen. Diese verlangen einen Austausch der Druckregelgeräte und der Schlauchleitungen spätestens nach zehn Jahren ab dem Herstelldatum. Der Zustand der Teile spielt dabei keine Rolle. Wir empfehlen Ihnen, einen Druckregler nach 5 Jahre zu ersetzen.



Mit oder ohne Ablassventil

Wenn Sie die Gasflasche mit Druckregler im Freien benützen, beispielsweise für Ihren Grill, genügt ein Standard Druckregler:


Benützen Sie einen Druckregler im Innenbereich, in Ihrem Wohnwagen oder Wohnmobil, ist es wichtig, dass der Druckregler ein Ablassventil:


Das Ablassventil ist der rote Knopf auf dem Druckregler. Sollte die Membran im Druckregler defekt sein, überträgt sich der komplette Druck der Gasflasche auf das angeschlossene Gerät. Dieser Druck kann bis zu 10.000 mbar sein, ein Vielfaches des benötigten Drucks. Dieser viel zu hohe Druck kann das Gerät überhitzen und die Gummiteile beschädigen, wodurch das Gas entweicht und sich im ganzen Raum verbreitet. Das Ablassventil sorgt bei einer defekten Membran, dass das Gas gar nicht erst in das angeschlossene Gerät gelangt, sondern schon beim Druckregler an der Gasflasche durch ein Ventil abgelassen wird. Darum ist es wichtig, dass eine Gasflasche mit Ablassventil nicht in einem bewohnten Raum steht, sondern abgesondert in einem abgeschlossenen Kasten mit einer Abfuhr in den Boden, zum Beispiel der Deichselbox.


Ein Gasdruckregler ist also nicht nur wichtig zur eigenen Sicherheit, sondern auch damit die angeschlossenen Geräte richtig funktionieren. Haben Sie noch Fragen oder Anmerkungen. Lassen Sie es uns in einer Reaktion wissen.

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