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Was ist Thermounterwäsche und wie trägt man sie richtig?

Mittwoch, 21 November 2018

Früher wurde Thermounterwäsche vor allem als Unterkleidung in sehr kalten Ländern getragen. In den letzten Jahren hat sich die Thermowäsche allerdings auch in unseren Breitengraden durchgesetzt und zwar im Outdoorsport. Kaum ein Sportler mehr, der in seinem Kleiderschrank keine Thermounterwäsche liegen hat. Was ist Thermowäsche eigentlich genau, woraus sind sie gemacht und wir trägt man diese speziellen Stücke richtig? Wir erklären es Ihnen gerne in diesem Blog!



Wie funktioniert Thermounterwäsche?

Von Thermowäsche bekommen Sie es nicht automatisch warm. Es geht vielmehr darum, dass Thermowäsche im Vergleich mit anderer Kleidung, die Körpertemperatur festhält, also isolierend ist. Es ist ganz normal, dass Sie es zu Beginn eines Workouts in der frischen Luft noch etwas kühl haben. Sie müssen erst Körperwärme erzeugen durch Bewegung. Machen Sie sich also keine Sorgen, wenn Sie die ersten zehn Minuten draußen noch nicht warm haben, das muss sogar so sein. Wenn Sie es ohne Bewegung bereits warm genug haben, dann haben Sie zu viel Kleidung an. (Das gilt natürlich nicht, wenn es draußen 30 Grad warm ist.)


Thermounterwäsche hält aber nicht nur die Körperwärme fest, sie sorgt auch dafür, dass die Körperfeuchtigkeit (Schweiß) nach außen abgeleitet wird und sich das Kleidungsstück nicht mit Schweiß vollsaugt und dadurch unangenehm nass und kühl wird. Außerdem verhindert diese Wäsche Reibung auf der Haut. Thermounterwäsche liegt nämlich wie eine zweite Haut auf und flache Nähte verhindern, dass sie am Körper reibt.


Thermounterwäsche ist übrigens nicht nur im Winter ideal, sondern kann im Sommer bei warmen Temperaturen auch dafür sorgen, dass Sie Ihre kühle Körpertemperatur behalten und keine Hitze von außen nach innen dringt.



Wie trage ich Thermounterwäsche?

Thermounterwäsche sollte direkt auf der Haut getragen werden und ist also immer – mit Ausnahme eines Sport-BHs) die erste Schicht der Kleidung. Das ist aber nicht genug. Darüber sollten Sie ein langärmliges Funktions-Shirt oder Rolli tragen und nur falls es sehr kalt ist oder regnet eine Jacke. Auf diese Weise haben Sie drei Schichten. Wie dieses 3-Schichten-Prinzip funktioniert, zeigen wir Ihnen hier:


Das 3-Schichten-Prinzip

Bein dieses Prinzip – auch Zwiebelprinzip genannt – werden drei verschiedene Kleidungsschichten von unterschiedlicher Dicke und Material übereinander getragen. Der Vorteil dieses Kleidungsprinzips beruht unter anderem darauf, dass zwischen den Kleidungsschichten insgesamt mehr Luft als Wärmeisolator gespeichert wird, als bei wenigen Schichten dickerer Kleidung. Dadurch wird der Körper besser gegen Kälte geschützt. Die Schichten sind:

  • Schweißtransportschicht. Diese Basisschicht aus Thermounterwäsche sorgt für den Wegtransport des Schweißes und hält damit den Körper trocken.
  • Die Isolationsschicht. Diese Zwischenschicht hält den Körper warm und transportiert den Schweiß weiter. Sie besteht idealerweise aus einem (langärmligen) Funktions-Shirt oder Rolli, kann aber auch eine Fleecejacke sein.
  • Der Witterungsschutz. Die dritte und oberste Schicht soll vor Wind, Regen oder Schnee schützen. Sie soll, wenn möglich wind- und wasserdicht sein. Zum Beispiel eine Hardshelljacke.

Je nach Witterung können Sie natürlich mit zwei Schichten auskommen. Regnet es beispielweise nicht und ist es windstill, kann die dritte Schicht weggelassen werden. Ist es sehr nass und windig aber eher mild, dann können Sie die zweite Schicht (Isolation) weglassen.



Woraus ist Thermounterwäsche gemacht?

Thermounterwäsche besteht zum größten Teil aus Kunstfasern. Kunstfasern wie Polyester, Polyamid oder Elastan ermöglichen einen guten Feuchtetransport. Der Schweiß wird abgeleitet und die Haut bleibt trocken. Baumwolle hingegen würde die Feuchtigkeit aufsaugen und nicht an äußere Bekleidungsschichten weiterleiten. Was zurück bleibt ist ein nasses Shirt das sich mit der Zeit immer kühler und unangenehmer anfühlt.


Manche Marken – beispielsweise Nomad – verarbeiten auch Merinowolle in Thermounterwäsche. Merinowolle hat wie Kunstfasern die Eigenschaft, zu isolieren, ist atmungsaktiv und kratzt nicht. Ein weiterer Vorteil der Merinowolle ist, dass Sie kaum Schweißgeruch aufnimmt und festhält. Ideal auf Reisen, wo sie nicht viel Kleidung mitnehmen können oder keine Waschmöglichkeiten haben.



Welche Thermounterwäsche für welche Temperatur?

Wie bereits erwähnt, ist Thermounterwäsche geeignet für den Winter, aber auch für den Sommer.


Thermowäsche für den Sommer

Wählen Sie im Sommer dünne und enganliegende Thermounterwäsche. Bei warmem Wetter möchten Sie natürlich, dass der Schweiß gut abgeleitet wird.


Thermowäsche für den Frühling/Herbst

Im Frühling und Herbst spielt neben dem Schweißtransport auch die Isolation eine Rolle. Die Craft Active Comfort Linie ist besonders geeignet für Temperaturen zwischen 0 und 15 Grad, ideal also für die Zwischensaisonen.


Thermowäsche für den Winter

Im Winter ist eine gute Isolation besonders wichtig. Ihre Körperwärme sollte so gut und lange wie möglich festgehalten werden. Darum können Sie im Winter Thermounterwäsche wählen, die etwas weniger eng anliegt und dicker ist. Beispielsweise die Craft Warm Intensity Linie.



Kurz zusammengefasst: Thermounterwäsche hat verschiedene Funktionen und viele Vorteile für Outdoor-Sportler. Tragen Sie Thermounterwäsche und was sind Ihre Erfahrungen oder Tipps?

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