In 3 einfachen Schritten bestellen

Welcher Schlafsack ist geeignet für den Winter?

Mittwoch, 15 November 2017

Die Tage werden kürzer, die Abende länger und die Temperaturen sinken. Der Winter steht vor der Türe – was aber nicht zwangsläufig bedeutet muss, dass man als echter Campingfreund seinem Hobby nicht mehr frönen kann. Denn mit einem richtigen Schlafsack kann man auch im Winter noch im Zelt – oder sogar im Freien - übernachten. Natürlich nicht im gleichen Schlafsack und auf der Schlafmatte, die wir im Sommer benutzen. Möchten Sie wissen, welcher Schlafsack für ein Wintercamping geeignet ist und worauf sie beim Kaufen achten müssen? Wir sagen es Ihnen gerne.



Vor allem warm

Wenn Sie ein Wintercamping planen, ist es natürlich vor allem wichtig, einen warmen Schlafsack zu haben. Was macht einen Schlafsack eigentlich warm, und was hat es mit den Temperaturangaben des Herstellers auf sich?

  • Komfortbereich: Die Anforderungen an Schlafsäcke, werden in Europa durch die EN 13537-Norm bestimmt. In einem Labor werden dafür Proben durchgeführt mit einer lebensgroßen Puppe, die einer Norm-Frau (25 Jahre alt; 60 kg schwer; 1,60 m groß) entspricht. Was die Wärme des Schlafsackes angeht, unterscheidet man vier Grenzbereiche: von dem extremen Bereich (T ext), wo die Person kurz vor der Unterkühlung ist bis zum oberen Grenzbereich (T max) wo die Person beginnt zu schwitzen. Dazwischen liegt der Komfortbereich (T comf), bei welchem die Prüfperson sich warm und komfortabel genug fühlt um zu schlafen. Dieser Bereich ist für die Wahl eines Schlafsackes ausschlaggebend. Sie wollen schließlich weder schwitzen, noch beinahe unterkühlen. Hat der Schlafsack ein Komfortbereich von bis -5 Grad, dann heißt das, dass er eine durchschnittliche Person bei einer Temperatur bis zu -5 Grad angenehm warmhält. Natürlich geben diese Angaben nur eine grobe Orientierung, keine Garantie. Das subjektive Temperaturempfinden ist für jede Person anders und hängt von diversen Faktoren ab.
  • Die Füllung: Neben dem passenden Komfortbereich ist es auch wichtig, dass der Schlafsack eine isolierende Füllung hat, damit die Wärme im Schlafsack festgehalten wird. Isolierenden Füllungen sind beispielsweise Hollofil, Supreme oder Polarsoft.

Decken- oder Mumien-Modell

Schlafsäcke gibt es in Decken oder Mumien-Modellen. Der Mumienschlafsack verdankt seinen Namen der einer Mumie gleichenden körpernahen Passform. Diese Form sorgt für eine besonders hohe Isolation bei vergleichsweise niedrigem Gewicht, da nicht unnötig viel Material nötig ist. Hochwertige Ausführungen mit hoch isolierendem Füllmaterial ermöglichen warme Nächte, selbst bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt.


Deckenschlafsäcke (gerader Passform) bieten durch ihre Geräumigkeit am meisten Bewegungsfreiheit und sind für wärmere Temperaturen geeignet. Sie lassen sich komplett öffnen und durch ihren rechteckigen Schnitt, lassen sie sich bei geöffnetem Reißverschluss auch als Decke benutzen. In wärmeren Winternächten kann ein Deckenschlafsack genügen, achten Sie dann aber auf den Komfortbereich


Einige gute Winter-Modelle:


Mumienmodell:

Coleman Fision 200: Dieser Mumienschlafsack hat einen Komfortbereich von bis -5 Grad. Damit trotzen Sie auch eisigen Winternächten.


Deckenmodell

Eurotrail Blackdown: Hier liegt der Komfortbereich über dem Gefrierpunkt, darum ist der Schlafsack nicht für den Winter, wohl aber noch für den Herbst geeignet.


Es ist ratsam, sich neben dem Schlafsack auch einen Biwaksack anzuschaffen. Dieser Schlafsacküberzug sorgt nicht nur dafür, dass der Schlafsack trocken und sauber bleibt, sondern isoliert auch zusätzlich. Biwaksäcke sind für Mumienmodelle und Deckenmodelle erhältlich.



Schlafmatte oder Luftmatratze

Mit einem Schlafsack und Biwaksack sind Sie noch nicht optimal vorbereitet auf ein Wintercamping. Eine gut isolierende Schlafmatte ist mindestens so wichtig. Nehmen Sie im Winter keine Luftmatratze, die kalte Luft des Bodens durchdringt nämlich die Luftmatratze und schlussendlich Ihren Schlafsack. Bei isolierenden Schlafmatten wird der sogenannte Wärmedurchgangswiderstand mit einem R-Wert angegeben. Je höher der R-Wert desto höher die Isolation der Matte. Im Mitteleuropäischen Klima können Sie die nachfolgende Richtlinie benutzen.


R-WertMonat
1-3Juni, Juli, August
3-5März bis Oktober
5 of hogerNovember bis März

Eine Isomatte mit hohem R-Wert ist beispielsweise die Nomad Allround. Mit einem R-Wert von 11 (!) eignet sich diese Matte ausgezeichnet für den Winter.



Extra Tipps um warm zu bleiben:

  • Sind Sie ein richtiger Fröstling? Nehmen Sie dann beim Wintercamping die Kleidung für den nächsten Tag mit in den Schlafsack. Die Kleider wärmen in der Nacht auf und geben am nächsten Morgen ein wohlig warmes Gefühl beim Anziehen!
  • Machen Sie vor dem Schlafengehen ein paar Hampelmänner oder hüpfen Sie ein bisschen herum. Nicht so sehr, dass Sie ins Schwitzen kommen, aber genug um es schön warm zu kriegen. Wenn Sie dann in den Schlafsack schlüpfen, wärmen Sie mit Ihrer Körperwärme den Schlafsack von innen auf.
  • Ziehen Sie nicht zu viel Kleider an im Schlafsack. Um die Wärmeleistung des Schlafsacks optimal zu nutzen, trägt man am besten Funktionsunterwäsche.

Lust bekommen auf Wintercamping? Mit einem guten Schlafsack kombiniert mit der richtigen Isomatte kein Problem. Die Nomad Allround Isomatte ist zusammen mit dem Nomad Triple-S oder einem unserer anderen Schlafsäcke eine gute Voraussetzung für warmen wohligen Schlaf in einer kalten Wintercampingnacht. Was ist Ihr goldener Tipp, um in kalten Campingnächten schön warm zu bleiben?

Comments

Keine Kommentare vorhanden

Laden...