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Wie verhindere ich das Einfrieren von Boiler und Wassertank?

Montag, 5 Februar 2018

Wenn Sie im Spätherbst oder Winter mit Ihrem Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs sind, können die Temperaturen unter die Nullgradgrenze sinken. Dann gilt es dafür zu sorgen, dass das im Fahrzeug nicht einfriert. Wir erklären Ihnen, wie Sie Boiler und Wassertank frostfrei halten.


Tipp 1: Heizen und isolieren Sie Ihren Wohnwagen oder Ihr Wohnmobil

Beim Wintercamping ist es wichtig, die Wärme lange im Innern zu halten und der Kälte keine Chance zu geben, nach innen zu dringen. Drehen Sie also die Heizung im Innern des Fahrzeugs hoch genug und befestigen Sie Thermomatten an der Innenseite der Scheiben.


Das gilt auch für wintertaugliche Wohnwagen und Wohnmobile. Sie werden als wintertauglich bezeichnet, wenn Sie ein Heizsystem haben und gut isoliert sind. Durch eine gute Isolation halten Sie die Kälte draußen, verhindern Sie einen (zu) hohen Gasverbrauch und das Entstehen von Kondenswasser im Innern des Fahrzeuges. Aber auch ein wintertaugliches Fahrzeug ist noch nicht 100 Prozent geschützt gegen Kälte von draußen. Wir raten Ihnen darum, extra Isolationsmaterial beispielsweise auf den Radkasten zu legen, diese sind oft nicht gut isoliert. Und auch gut isolierte Winterwohnwagen oder Winterwohnmobile müssen natürlich trotzdem geheizt werden.



Tipp 2: Füllen Sie den Wassertank nicht ganz bis oben

Um Schaden an den Wasserleitungen zu verhindern, empfehlen wir Ihnen, den Wassertank nicht bis ganz oben hin aufzufüllen (das gilt auch für wintertaugliche Wohnwagen und Wohnmobile). Wenn Wasser einfriert, dehnt es sich nämlich aus. Wasserleitungen in einem Wohnwagen oder Wohnmobil sind fast immer aus flexiblem (thermoplastischem) Kunststoff und dehnen sich bis zu einem gewissen Punkt mit aus. Anschlüsse an Tanks und Wasserhähnen allerdings sind aus härterem (duroplastischem) Kunststoff und können schnell brechen, wenn Wasser zu Eis wird und sich ausdehnt. Um das zu verhindern ist es wichtig, den Wassertank nicht ganz aufzufüllen, um Raum für Ausdehnung zu haben im Fall von Gefrierung des Wassers.



Tipp 3: Verwenden Sie Frostschutzmittel

Mit einem Frostschutzmittel verhindern Sie, dass Wasser gefriert. Das können Sie anwenden für die Toilette und für den Abwassertank. Wenn Sie eine Toilette mit eigenen Wassertank haben, muss auch dieser Tank frostfrei gehalten werden. Entweder durch die Heizung im Fahrzeug eingeschaltet zu haben oder noch einfacher durch Frostschutzmittel in den Tank zu gießen. Es gibt extra Sanitärflüssigkeiten für den Winter, wo Frostschutzmittel bereits hinzugefügt ist.


Auch das Wasser im Abwassertank gefriert schnell. Und auch hier ist ein Frostschutzmittel die beste Lösung. Man hört immer wieder von Menschen, die Salz in den Tank geben um Gefrierung zu verhindern. Davon ist allerdings stark abzuraten, denn das Salz kann den Tank – vor allem wenn er aus Aluminium ist – beschädigen.


Die Sanitärflüssigkeit Aqua Kem Green können Sie sowohl in den Abwassertank als auch in das Spülwasser und Abwassertank Ihrer Toilette geben. Die Flüssigkeit bleibt flüssig bei Temperaturen bis 20 Grad unter null.



Tipp 4: Wassertanks entleeren bei Nichtgebrauch

Die meisten Boiler sind gut isoliert. Wenn ein Boiler beispielsweise morgens in Betrieb war, dann bleibt er noch stundenlang warm und besteht keine Gefahr, dass das Wasser gefriert. Viele Boilers haben außerdem einen automatischen Frostschutz. Das bedeutet, dass der Boiler sich entleert, wenn das Wasser zu gefrieren droht. Hat Ihr Boiler keinen solchen Schutz, dann sollten Sie selbst das Wasser rauslaufen lassen.


Steht Ihr Wohnwagen oder Wohnmobil im Winter längere Zeit ungebraucht (und ungeheizt) an einem Platz, wo es zu Minustemperaturen kommen kann, dann ist es wichtig, immer das Wasser aus den Tanks und Boilers abzulassen. Nur so verhindern Sie ein Gefrieren und eventuell Schaden an Tanks und Leitungen. Das gilt vor allem auch, wenn Ihr Fahrzeug ins Winterquartier geht.



Zusätzliche Wintertipps van Obelink:

- Kontrolle der Gasflaschen:

Im Sommer verwendet man oftmals Butan-Gas, aber das kann gefrieren. Verwenden Sie darum in den Wintermonaten nur Propan-Gas. Propan bleibt nämlich flüssig bei bis 38 Minusgraden.


- Nehmen Sie einen Föhn mit:

Den können Sie nämlich nicht nur gebrauchen um Ihre Haare zu trockenen, sondern auch um eventuell eingefrorene Leitungen und Schlösser aufzutauen.


- Schlossenteiser mitnehmen:

Legen Sie diesen aber nicht in das Fahrzeug, sondern beispielsweise bei den Schlüsseln. Denn im Innern des Wohnwagen oder Wohnmobil nützt Ihnen der Enteiser nichts, wenn Sie nicht rein können, weil das Schloss zugefroren ist.



Zusammengefasst: Verhindern Sie das Einfrieren von Tank, Boiler und Leitungen, durch Wasser abzulassen, Antifrostschutz zu verwenden, zu heizen und gut zu isolieren.


Was ist Ihre Erfahrung mit Winter-Camping?

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