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Camping in einem selbstgemachten Planwagen

Dienstag, 18 April 2017

Nach Jahren Camping und Wander- und Fahrradtouren waren Niek und Elze aus Eindhoven auf der Suche nach etwas Neuem: Diesen Jahr campen Sie mit einem Planwagen! Keine häufig auftretende Art des Campings in Deutschland, aber Niek und Elze sehen dies als eine große, aber auch tolle Herausforderung. Mieten oder kaufen war für die beiden keine Option, denn sie beschlossen ihren eigenen Planwagen zu bauen! Obelink durfte einen Blick darauf werfen und die beiden zeigten uns mit Stolz das Endresultat.



Die Idee

Die Idee entstand, als sie 2016 ihren Urlaub für 2017 planten. Niek erzählt: „Wir haben verschiedene Arten des Campings ausprobiert, aber wir dachten es wäre Zeit für etwas anderes“. Nach einer kurzen Suche im Internet und das Anschauen von Fotos auf Pinterest kam auf einmal die Idee, einen eigenen Planwagen zu bauen. Sie ließen kein Gras drüber wachsen: Nach einer Woche haben die beiden schon ein Untergestell gekauft um den Planwagen zu bauen. Niek hatte die Zeit und die Motivation direkt mit dem Bau anzufangen: „Ich habe den Wagen innerhalb 3 Monate gebaut, aber ich habe auch schon Geschichten gehört von Menschen, die diesen Wagen in Ihrer Freizeit innerhalb 3 Jahren gebaut haben. Es kostet einfach viel Energie und Zeit“.


Es ist ein Mix aus 3 Planwagen-Arten. Es gibt natürlich die bekannten gypsy wagons, siw bowtop wagons und die amerikanischen sheep wagons. „Hier haben wir uns unsere Inspiration hergeholt. Also haben wir bei dem bowtop- und sheep Wagons auch ein gebogenes Dach gebaut. Das war einfacher gesagt, als getan. Alles ist aus Holz, das bedeutete, dass wir die Holzbalken biegen mussten. Wir haben die Balken erhitzt, sodass sie biegbar waren. Das war eine Herausforderung an der wir bestimmt 40 Stunden mit beschäftigt waren“, sagt Niek. Für die Innenseite haben Sie ein wenig Inspiration von allen 3 geholt. Bei der Frage, ob sie vorher einen Entwurf gemacht haben, beginnen beide zu lachen. Elze: „Das war schon der Plan, aber das hat nicht funktioniert. Niek hat angefangen, sich Tutorials auf YouTube anzuschauen und das, was der da gelernt hat, machte er am nächsten Tag nach und so hat er den Wagen eigentlich ohne Entwurf komplett fertig gebaut.“



Das Material des Planwagens

Alles ist aus Holz. Niek und Elze haben bewusst kein Blattmaterial oder Set benutzt. „Wir wollten alles so Basic wie möglich machen, und außerdem ist Holz auch noch äußerst schön“. Sowohl das Fensterwerk, als auch das Bett, den Küchenblock, den Boden und die Sitzecke sind aus Holz. Für die Sicherheit haben Sie aber nur unter dem Kamin Fliesen gelegt. Das Außentuch ist aus Segel. „Wir haben in den Bau sehr viel Zeit und Geld reingesteckt, dass wir es wichtig fanden, dass es auch fertig wird. Das Rohr des Kamins musste zum Beispiel genau dadurch passen und wir wollten alles richtig machen, also haben wir das Segel zuschneiden lassen.“



Komfort und Ausstattung

Auch wenn Niek und Elze den Wagen fast nur aus Holz gebaut haben, haben Sie trotzdem noch Komfort. „Auf dem Bett kann man super liegen und wir haben auch noch mehrere Sitzplätze eingebaut“, sagte Elze. Sie kochen auf dem kachel en fornius in 1. Diese sind gemacht für Sahara/Bell zelte, aber arbeiten in diesem Planwagen auch super. Sie müssen aber trotzdem richtiges Feuer machen, um Wärme zu kreieren. „Es ist nicht so, dass wir den Kamin anmachen und es dann sofort warm wird. Es ist klein, aber doch gemütlich. Wir sind schon des Öfteren im Fahrradurlaub gewesen, da schläft man ja auch nur in einem kleinen Kuppelzelt. Was das angeht, haben wir es jetzt gemütlicher und viel mehr Platz“, sagte Elze. Da sie auf offener Flamme kochen, benutzen sie Gusseisentöpfe und unter den Sitzplätzen ist sogar ein Kühlschrank und ein Porta Potti installiert. Für etwas Leichtigkeit haben die beiden eine extra Kochplatte auf dem Küchenblock stehen.



Probiercamping

Bevor sie damit echt in den Urlaub fahren, sind die beiden gerade auf dem Weg ihren Planwagen im Garten der Großeltern von Niek zu testen. In der Zukunft sehen sie sich selbst schon mit dem Wagen in den Sommerferien herumreisen: „Am besten fahren wir mit so wenig wie möglich Ballast los und wir werden sehen wie weit wir damit kommen.“ Der Planwagen zieht viele Blicke an, also wird es mit Sicherheit ein Abenteuer. Niek und Elze sind stolz auf das Resultat: „Es ist eigentlich genauso geworden, wie wir es uns vorgestellt haben. Wenn du eine tolle Idee hast, musst du diese einfach umsetzen!“

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