Gerne teilen wir unsere Urlaubsgeschichten mit der ganzen Welt und wie interessant kann es sein, sich von den Reiseerlebnissen anderer inspirieren zu lassen? In diesem Blog erzählt Diana von wie Sie mit Ihrer Tochter Campen alleine gefahren ist, weil ihr Mann kein Campingfan ist

Erzählen Sie etwas üüber sich selbst. Wann sind Sie zum erstenm mal Campen gefahren?

Ich bin Diana (35 Jahre / 1,58m groß) und liebe Camping. Als Kind - mit 2 oder 3 Jahre - waren wir oft auf Campingplätzen unterwegs. Diese Leidenschaft wollte ich auch meiner Tochter nicht vorenthalten, auch wenn wir keinen Wohnwagen besaßen. Da gab es aber ein Problem: Mein Mann mag es wirklich nicht im Zelt zu schlafen!"Also gut," dachte ich mir "selbst ist die Frau"!

Als meine Tochter etwa 2,5 Jahre war, haben wir das erste Mal in einem Iglu-Zelt im Garten geschlafen. Mit 3x3m und 1,90m Höhe konnte ich den Aufbau jedoch nur mit Hilfe bewältigen. Meine Tochter fand es auf Anhieb so toll, dass wir das dann öfters gemacht haben. Etwa 2 Jahre später - 2018 - musste ich Überstunden abbauen und mein Mann hatte zu der Zeit nicht frei. Der perfekte Zeitpunkt um mal einen Campingplatz zu testen. Aber mit dem Iglu-Zelt konnte ich es vergessen. Wollte ich es selbstständig schaffen, es gemütlich haben und meiner Tochter auch Platz bei Regen bieten können. Also haben wir uns dann ein größeres Tunnelzelt (ca. 3x5m) gekauft, was ich auch alleine aufbauen konnte.

Doch was fängt man mit so viel Platz an und wie hält man mit Kind Ordnung? Also fix noch ein Stoffschrank zum stecken gekauft und einen Campingschrank fürs Küchenzeug und den Herd, die alten Tische und Stühle raus gekramt und informiert was noch so Sinn macht. Eine Bodenplane hatte ich schon, fehlte nur noch ein Zeltteppich zum Schutz des Zeltbodens. Auch der war schnell gefunden. Als das Zelt kam, wurde alles zum testen im Garten aufgebaut.Wir konnten meinen Mann überreden eine Nacht darin zu schlafen. Gegen 1 Uhr ist er dann jedoch in sein Bett gegangen. Meine Tochter und ich waren dagegen sehr begeistert.

Wie verlief der erste Camping-Ausflug?

Meine Tochter und ich haben alles gut sortiert ins Auto gepackt, Kühlbox gefüllt, Klamotten und sonstiges gepackt und los ging es. Ein kleiner Campingplatz in der Nähe, war unser Start ins Campingleben. Glücklich und voller Vorfreude fuhren wir hin. Das Kind bekam Spielzeug zur Beschäftigung und ich breitete das Zelt aus und wollte den ersten Hering versenken - verbogen. Der zweite, dritte und vierte Versuch scheiterten ebenfalls und ich verzweifelt. Ich rief meinen Mann an und bat ihn auf dem Weg zur Arbeit im Baumarkt Heringe oder Nägel zu besorgen. Er brachte mir 5 Nägel von ca. 10 cm mit. Sobald diese in der Erde waren, lesen sie auch wieder los… sie fanden einfach keinen Halt. Mein Mann musste auf Arbeit, also habe ich meinen Papa angerufen. Kurze Zeit später kam er mit 10-15 Nägeln und bohrte mit der Bohrmaschine Löcher in die Erde, bis wir merkten, dass die 15 cm Nägel auch gut mit dem Eisenhammer in die trockene Erde gehauen werden können. Am Ende des Tages stand das Zelt mit neonfarbenen Fähnchen aufpimpte.

>Wie hat Ihnen dieser Ausflug gefallen?>

Aus 4 geplanten Tagen wurden 10 Tage. Wir verlängerten täglich, trotz Hitze und einem Unwetter. Wir hätten ewig bleiben können. Also war klar, hier und da muss noch ein bisschen was verbessern werden aber 2019 würden wir öfter übers Wochenende auf Tour gehen.

Über den Winter habe ich die Ausrüstung angefangen zu perfektionieren. Ich habe Küchenutensilien gekauft. Das ganze Zubehör wurde zeitsparend organisiert, eine Checkliste geschrieben. Mit jedem Trip fiel mir auf was noch unpraktisch ist und verbessert werden könnte. Ich suchte mir Alternativen um beim Auf- und Abbau schnell fertig zu sein aber es auch für meine Tochter sicher zu gestalten. Also folgte ein neuer Tisch der höhenverstellbare Füße hat, eine stabile Campingküche, ein Schubladenschrank und noch mehr. Beim letzten Trip 2019 kam der Heizer dann intensiv zum Einsatz, da im September plötzlich Bodenfrost kam. Kurz vorher hatte ich noch eine Isomatte besorgt und es war dann so schön gemütlich.

Dann kam wieder der Winter und die Ausrüstung wurde weiter perfektioniert. Praktisch, leicht und mit kleinem Packmaß. Aber auch mit Komfort und es durfte an nix fehlen. Im Sommer 2020 war die Campingausrüstung dann perfekt.

Wie blicken Sie auf die Campingferien mit Ihrer Tochter zurück?

Rückblickend hatten wir auf jedem Campingplatz eine tolle Zeit. Wir haben viel wertvolle Zeit miteinander verbracht ohne den Alltagsdruck zuhause. Wir haben viel aufregendes erlebt und eine Menge Erfahrungen gesammelt. Wir genießen die intensive gemeinsame Zeit immer und freuen uns auch wenn jeder für sich mal entspannen kann. Man hat zum Beispiel genug Zeit zum kochen. Also zog auch ein Omnia ein. Die Flexibilität ist einfach beeindruckend und macht Spaß. Man muss nicht umrühren und kann sich ums Kind kümmern. Perfekt.

Haben Sie bereits weiter Ausflüge geplant?

Seit Juli 2020 hat sich was geändert. Denn "Emma" ist in unser Leben getreten - unser erster Wohnwagen (Knaus Südwind 550 UF)! Nun kommt auch Papa mit, wenn er nicht arbeiten muss. Doch auch dieser Umstieg musste Mama-Kind-freundlich sein, da mein Mann oft samstags arbeitet. Also war ein Mover Grundvoraussetzung. Wir lieben Camping und freuen uns, dass Dank Emma unsere Saison nun wesentlich länger und wetterunabhängiger ist.

Ich kann nur jedem empfehlen, diese Erlebnisse seinem Kind nicht vorzuenthalten. Es geht auch alleine. Ich bin der Beweis dafür. Ich wünsche euch eine tolle Zeit, egal ob mit Zelt oder was auch immer

Planen Sie auch, alleine oder alleine mit einem Kind zu campen? Im Blog Welches Zelt kann ich alleine aufbauen? berichten wir, welches Zelt Sie ganz einfach alleine aufbauen können.