Wussten Sie, dass ein Zelt sehr schnell schimmeln kann, wenn es feucht eingepackt wird? Oder haben Sie es vielleicht schon einmal selbst erlebt? Sie freuen sich auf den nächsten Camping-Urlaub oder -Ausflug und müssen beim Ausbreiten des Zeltes entdecken, dass sich dunkle Flecken - sogenannte Stockflecken - auf dem Tuch gebildet haben und es zudem muffig riecht. Das Ganze ist nicht nur unschön, sondern kann auch gesundheitsschädlich sein. Manch einer musste sein Zelt wegwerfen nach Monatelanger feuchten Lagerung. Total schade und ebenso unnötig. Denn wenn ein Zelt gut trocken eingelagert wird, hat Schimmelbildung keine Chance. Lesen Sie in diesem Blog wie Sie Ihr Zelt trocknen können.


Tipp: Diese Instruktionen gelten nicht nur für Zelte, sondern auch für Faltwagen.

Auf dem Campingplatz trocknen lassen

Das beste und einfachste ist es natürlich, das Zelt am Ende des Urlaubes oder Ausfluges komplett trocken einzupacken, das heißt, es bereits auf dem Campingplatz gut trocknen zu lassen:

  • Halten Sie den Wetterbericht für den Tag der Abreise gut im Auge. Ist für diesen Tag Regen angesagt, während es die letzten Tage trocken und sonnig war? Es lohnt sich dann, das Zelt schon am Tag vorher abzubauen und einzupacken. Reisen Sie entweder schon am Abend davor ab oder übernachten Sie für die letzte Nacht in einem kleinen Kuppelzelt.
  • Denken Sie auch an die Bodenplane und an die Unterseite des Zeltes. Diese Teile können ebenfalls feucht oder schmutzig sein. Spülen Sie beides ab und trocknen es mit einem alten Handtuch.
  • Denken Sie schon beim Aussuchen des Stellplatzes an den Tag der Abreise und wählen Sie einen Platz mit Morgensonne. Dann kann Ihr Zelt am letzten Morgen noch trocknen und die Restfeuchtigkeit der Nacht ist schnell verdampft.

Zuhause (nach)trocknen lassen

Mussten Sie Ihr Zelt doch nass einpacken? Das lässt sich natürlich nicht immer vermeiden. Achten Sie beim Einpacken dann darauf, dass Sie es nicht zu platt zusammenfalten, sondern möglichst locker. Auch wenn es dadurch nicht mehr in den Zeltsack passen sollte.

  • Falten Sie das Zelt Zuhause so schnell wie möglich aus. In jedem Fall sollte das Zelt nicht länger als 24 Stunden in feuchten Zustand eingepackt oder zusammengefaltet sein.
  • Legen oder hängen Sie das Zelt - wenn das Wetter es erlaubt - draußen in den Garten oder auf Terrasse/Balkon, um zu trocknen. Natürlich ist auch ein trockener Raum im Haus, wie (Heizungs-)Keller, Garage oder Estrich geeignet, sofern es dort wirklich trocken und warm genug (Zimmertemperatur) ist. In einer Scheune ist es meistens zu feucht.
  • Zur Not geht es auch in der Wohnung über einen Wäscheständer.
  • Vergessen Sie nicht, auch den Zeltsack zu trocknen.
  • Vergewissern Sie sich nach dem Trocknen davon, dass auch die Nähte trocken sind. Diese brauchen nämlich länger als der Zeltstoff.

 

Extra Tipp: Baumwollzelte sollten immer in einem Baumwollsack, nicht in einem Plastikbeutel aufbewahrt werden. Nur in einem Baumwollsack ist die Belüftung ausreichend und wird das Zelt bei der Lagerung nicht feucht. Sollte die Original- Baumwolltasche kaputt sein, also auf keinen Fall auf einen Plastiksack zurückgreifen sondern eine neue Baumwolltasche anschaffen.

Kurzum: Trockenheit ist das A und O beim Einpacken Ihres Zeltes, wenn Sie keinen Schimmel riskieren möchten. Sorgen Sie dafür, dass Sie es trocken einpacken oder lassen Sie es zu Hause so schnell wie möglich (nach)trocknen. Wie sorgen Sie für ein trockenes Zelt? Lassen Sie es uns in einer Reaktion wissen.